FÜR SIE.
THERAPIE UND ANWENDUNG.
Seit 1986 setzen wir die Möglichkeiten der immer besseren bildgegebenden Geräte nicht nur für Diagnosen, sondern auch für Therapien ein. An unserem Institut wurden Methoden entwickelt, die heute weltweit Anwendung finden, zum Beispiel die periradikuläre Therapie (PRT) oder die lumbale Sympatektomie. Diese Methoden ersparen aufwendige Operationen in Vollnarkose. Auch in der Tumortherapie können wir die hochauflösenden Geräte nutzbringend für die Patienten einsetzen.

Tumordiagnostik und Therapie
Mit exakter Bildkontrolle punktieren wir kleine und kleinste Herde und können so eine frühe und sichere Diagnose stellen. Die Präparate werden von unseren kooperierenden Pathologen aufgearbeitet und bestimmt. Eine gesicherte, möglichst frühzeitige Diagnose ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Therapie. Punktionen können mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden - schnell und sicher. Einzelne Metastasen, vor allem in der Leber, behandeln wir gezielt mit Alkohol. Wir erreichen damit Herde von nur wenigen Millimetern Durchmesser. Die Alkoholinjektion hemmt das Tumorzellwachstum, das Organ bleibt funktionsfähig. Knochenmetastasen, aber auch Osteoporose, bevorzugt an der Wirbelsäule, können zu ausgeprägten Schmerzen und zur Schwächung bis hin zur Fraktur des Knochens oder des Wirbelkörpers führen. Insbesondere in Fällen, in denen die operative Therapie oder die Bestrahlung nicht mehr möglich ist bzw. erst verzögert zu einem Therapieerfolg führt, bietet die gezielte Einbringung von Knochenzement die rasche Schmerzlinderung und Stabilisierung. Hierzu wird nach Punktion des betroffenen Knochens unter Röntgen/CT-Kontrolle eine in wenigen Minuten aushärtende Acrylatpolymer-Verbindung eingespritzt. Die in der Regel im Vordergrund der Symptomatik stehenden Schmerzen der Patienten sind meist schon unmittelbar nach dem Eingriff deutlich gemindert. Während des Eingriffs entsteht eine Prozesswärme, die Tumorzellen abtötet und oft zu einer deutlichen Verbesserung des Krankheitsbildes führt. Auch diese Behandlung wird unter örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt, die Patienten können nach einer Nachbeobachtungs- und Ruhephase entlassen werden.

Schmerztherapie
Chronische Schmerzen beeinträchtigen das Lebensgefühl oft mehr als die Grunderkrankung. Durch exakt platzierte lokale Schmerzbehandlung unter CT-Kontrolle ist es möglich, Schmerzen deutlich zu reduzieren oder ganz auszuschalten. Unser Ziel ist es, auch bei Patienten mit schweren Erkrankungen die Lebensqualität zu verbessern - und das mit einem geringen Einsatz von Medikamenten. Die Behandlung ist sehr schonend, aber hocheffektiv. Neben Tumorschmerzen sind es vor allem die degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates, vor allem von Bandscheiben und Wirbelsäule, die mit einer minimalinvasiven Schmerzbehandlung gut behandelbar sind. Alle Behandlungen können unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden und bieten sich an, wenn eine konservative Behandlung nach zwei Wochen nicht zur Besserung geführt hat. Auch hier hilft die Technik der exakten Bildkontrolle, schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente in kleinen, gut verträglichen Dosen genau dort einzubringen, wo die Schmerzen entstehen. Die Schmerzlinderung führt zu einer besseren Beweglichkeit und damit zu einer schnelleren Heilung.

Einzelnen bieten wir folgende Therapien an:
Fazettendenervation
Periradikuläre Therapie (PRT)
Perkutane Lasernucleotomie (PLNT)
Vertebroplastie
Narbenlösung nach Bandscheiben Operation
Lumbale Sympatektomie
Tumorschmerzbehandlungen nach individueller Diagnose

Vor Beginn einer Therapie beraten wir Sie ausführlich. Dazu gehört die Begutachtung von vorhandenen Untersuchungen und eine körperliche (neurologische) Untersuchung.

Schmerzfreie Bewegung steigert das Wohlbefinden und fördert so die Heilung.